LBM 2013

Ich glaube, ich sage das in jedem Jahr, aber die diesjährige Messe war wahnsinnig schön. Ich hänge immer noch ein bisschen im Messeblues und wenn ich an die drei Tage (bzw. vier) in Leipzig denke, ist da ein buntes Gewirr aus Bildern, Stimmen und Büchern.

Und Leute, soviele, tolle Leute! Leider bin ich ständig von Termin zu Termin gewuselt, weswegen ich mit vielen nicht so lange schnacken konnte, wie ich es gerne getan hätte (ob es meinen Gesprächspartnern so ging, sei mal dahin gestellt ;)) und die Hälfte sogar komplett verpasst habe.

Hightlights der Messe waren für mich auf jeden Fall die Veröffentlichung der Tarot Anthologie (inkl. Abholung meines Belegexemplares und des Signierens :)) und mein Gespräch mit xy bzgl. meines Thrillerprojekts. Noch ist nichts entschieden, aber sagen wir mal so, Teilpunkte konnte mein Projekt T schonmal einheimsen.

Ich hoffe, ich kann den bunten Bilderreigen in meinem Kopf demnächst ordnen (und demnächst endlich mal ausschlafen ;))

Faustregeln oder Eins auf die Zwölf

Ab und an betätige ich mich ja als Workshopleiter und mein größtes Problem dabei ist IMMER, wie ich die wichtigsten Sachen prägnant und treffend zusammenfasse.

Jetzt habe ich gemerkt, dass ich mich völlig umsonst bekloppt gemacht habe, denn die Autorie Carrie Vaughn (Erfinderin der großartigen Kitty – einer Werwölfin, die sich ihre Brötchen als Radiomoderation verdient) hat das schon längst geschafft! Und weil sie ein echtes Goldstück ist, hat sie eine kleine Liste der Do’s und Dont’s der kreativen Arbeit ins Netz gestellt.

Here you go: Writing (and other creative lessons) from face off

Support your Fandom! Deutsche Webcomics

Ich bin ein altes Fangirl, ich geb’s ja zu. Schreiben habe ich unter anderem durch Fanfictions gelernt und neben Büchern steckte meine Nase früher immer in Comics (und später auch Mangas). Franko-belgisch, US, Manga – die Verknüpfung von Wort und Bild um eine Geschichte zu erzählen ist für mich unheimlich fazinierend. Ich habe mich mal selbst an ein ähnliches Projekt gewagt, gemeinsam (und angestossen) mit der wunderbaren Ines Korth: http://grauesfell.bplaced.net/

Seit das Internet zum Alltag gehört publizieren viele Comickünstler ihre Werke auch im Internet, das meist völlig unentgeltlich, und trotzdem erscheint ein regelmässiges Update. Gerade in der deutschen Webcomiclandschaft gibt es tolle Geschichten aus dem Alltag, aus anderen Welten und aus irgendwas dazwischen 😉 Und weil ich finde, dass diese Geschichten viel (viel!) zuwenig Aufmerksamkeit bekommen, werfe ich mal mit der Liste meiner Lieblings Webcomics um mich. (Und ich schäme mich nicht einmal dafür ;))

Fehde der Blog

Ines Korth erzählt von ihrem Alltag als Illustratorin und Sherlock Maniac. Ich liebe hier vor allem den feinen Humor in ihren Comics und den wunderbar abgerundeten Strich. Dass Ines auch privat einer meiner Lieblingsmenschen ist sei nur am Rande erwähnt 😉

Das Leben ist kein Ponyhof

Die Comickünstlerin Sara Burrini lebt in einer Kölner WG gemeinsam mit einem Zwergelefanten, einem schwulen Pony namens Butterblume und einem sprechenden Pilz. Okay, La Burrinis Webcomic mag vielleicht nicht hundert Prozent der Wahrheit entsprechen, aber Spaß macht er trotz alledem! 😀

Schlogger

Schlogger erzählt eher unkoventionell über Dinge und Geschnehnisse, die ihr wahlweise auf-, ein- oder gefallen (oder alles zusammen). Das Ganze nennt sie dann Hirnfürze. Pupsen war noch nie so schön!

Heldentage

Die Alltags-4er-Panels des Comicmeisters Flix muss ich wahrscheinlich niemandem mehr vorstellen. Die Liste wäre aber auch zu leer ohne ihn.

Blattonisch

Katja Klengel fiel mir durch ihren Comic in der FAZ auf. Später legte ich mir die gedruckte Ausgabe ihres Webcomics „Blattonisch“ zu (erschienen im Verlag Schwarzer Turm). Ich habe selten so einen eigenwilligen und trotzdem fesselnden Zeichenstil gesehen – eigentlich mag ich sehr klare Linien gerne, aber Katjas Wisch mit dem Tuschestift konnte ich mich einfach nicht entziehen.

Und Last but not Least:

Twisted

Ein neu aktivierter Webcomic von Gabriel deVue. Anders als die vorher vorgestellten Webcomics ist dieser mehr als Comic aufgemacht und erzählt eine Geschichte mit fiktiven Figuren. Mir gefällt vor allem das Düstere, sowohl in den Zeichnungen als auch in der Geschichte.

Ich hoffe, es ist der ein oder andere Webcomic dabei, der euch gefällt 🙂

Autoren zweiter Klasse?

Ich schreibe Erotik und ich schreibe (Urban) Fantasy. Ich mag beide Genre und ich schäme mich nicht dafür, dass ich die Chance habe in beiden Bereichen Bücher zu veröffentlichen. Beide Genre fristen im deutschen Verlagswesen jedoch ein stiefmütterliches Dasein. Es ist für mich nicht neu, dass ich als Autorin dieser beiden Bereiche belächelt oder schlichtweg nicht für voll genommen werde. Das reicht von Menschen, die mit gierig-interesstiertem Gesichtsausdruck fragen „Du bist Schriftsteller? Was schreibst du denn so?“ und sich nach der Antwort mit einem Schulterzucken abwenden bis hin zum aktuellen Beispiel, in dem mir eine fundierte Meinung zum Thema E-Books, illegalen Downloads etc. abgesprochen wurde, weil ich – tadaa – Erotik und Fantasy schreibe.

Ich habe einen Universitätabschluss in Neuer deutscher Literatur, Mediävistik und Linguistik. Ich habe sowohl Aristoteles Lehren zur Poetik gelesen und verarbeitet (ein Buch, dass ich übrigens jedem Schreiber ans Herz legen möchte!) als auch den hermeneutischen Zirkel verstanden und als Stilmittel aufgegriffen. Von Goethe, Schiller, Grass und Kafka muss ich gar nicht erst anfangen.

Mit dem Ziel zu publizieren schreibe ich seit 2004. Seitdem beobachte ich den Buchmarkt intensiv, lese Artikel, Blogs und diverse Foren. Mittlerweile lebe ich vom Schreiben. Ich lese gerne Thriller, Generationenromane, L&L, Nachkriegsliteratur und Biographien.

Und eben auch Erotik und Fantasy. Es ist eine Sache, diese Genre nicht zu mögen. Aber es ist traurig und erbärmlich, die Liebhaber und vor allem Autoren solcher Bücher als Schreiber zweiter Klasse zu definieren.

Reboot

*pustpust* Na, da hat aber jemand Staub angesetzt – mein armer kleiner Blog. Aber zu meinen Zielen in diesem Jahr (ich mache seit 2010 keine Vorsätze mehr, nur noch Ziele, das lässt sich leichter bewältigen :)) gehört auch, im Netz etwas präsenter zu sein.

Daher auch das neue Design. Ich finds ganz hübsch, auch wenn es schnörkeliger ist, als ich es sonst mag. Seit meinem letzten Eintrag hat sich auch ein bisschen was getan 😉 Eine neue Veröffentlichung im Ullstein Verlag ist erschienen (nähere Infos dazu unter http://www.kerimaya.de :)) und auch zwei Übersetzungen aus meiner Feder.

Für die nahe Zukunft sind auch noch ein Podcast mit zwei Herren der Schöpfung geplant (nähere Infos folgen bald), im März wird mein neuer Erotikroman bei Bastei Lübbe erscheinen (siehe ebenfalls kerimaya.de) und im Juni dann endlich (ENDLIIICH!) mein Urban Fantasy Roman „Die Schattenseherin“ im Heyne Verlag. Nähere Infos…naja, ihr kennt das Spiel ja schon 😉

Im März erscheint eine Kurzgeschichte von mir in der Tarot-Anthologie im Torsten Low Verlag mit dem Titel „Unter Tage“. Und ich werde das gute Stück live auf der Buchmesse bestaunen können. Jep – die Buchmesse Leipzig ist auch in diesem Jahr wieder fest eingeplant und ich freue mich schon wahnsinnig.

„Some more Tea, Mr. Orc?“

Während ich noch fröhlich an meiner neuen Contemporary Erotika für Ullstein sitze (bzw. nicht so fröhlich – mein Privatleben macht mir gerade einen Strich durchs fröhlich sein) versuche ich gleichzeitig die Termine für die diesjährige Leipziger Buchmesse zu koordinieren. Falls also irgendwer noch Lust auf einen Kaffee auf der Messe hat, einfach „hier“ schreien 😉

Kommendes Wochenende bin ich dann in einer meiner Lieblingsstädte – Bööörlin! – und werde mich dort mit meinem Lieblingswebmaster zusammen setzen. Drückt die Daumen, dass dann endlich meine Homepages an den Start gehen (im Moment sieht es aber gut aus!).

Soviel zum kurzen Update. Weiteres spätestens im März 😉