Schreibratgeber

Ich weiss nicht, ob das die Leser meines Blogs interessiert, aber als Autor ist es ja schon nahezu obligatorisch mal ein bisschen was von dem zusammentragen, was einem beim Erlernen des Handwerkszeugs geholfen hat. Also, here we go 🙂

Ganz oben auf der Liste steht bei mir Stephen Kings Das Leben und das Schreiben (On Writing). Man muß kein King Fan sein, um dieses Buch lesen zu können (auch wenn ich, als King Fan, doppelt viel Spaß beim Lesen hatte). Das Leben und das Schreiben erklärt viel zu den Grundlagen, geht auf Dialoge und Figuren ein und wartet sogar mit einer kleinen Schreibaufgabe zum Thema Perspektive auf. Was mich besonders beeindruckt hat, war die Liebe, mit der King (ehemaliger Lehrer für kreatives Schreiben und Englisch) auf die Sprache eingeht. Grammatik, sonst ein furztrockenes Thema, wird humorvoll und spannend behandelt.

Ein kleines Manko hat das Buch: King geht von seiner eigenen Schreibmethode aus. Er ist ein eingefleischter Bauchschreiber und stellt diese Methode auch vor. Leute, die mehr Planung und Vorarbeit mögen, müssen da ein bisschen umdenken. Denen kann ich aber vorbehaltlos Wort für Wort von Elizabeth George empfehlen. Das war für mich allerdings genau der Grund, warum mir Geogres Buch nicht allzuviel gebracht hat, weil ich kein Plotter, sondern ein Bauchschreiber bin.

Wenn man nach Schreibratgebern googelt, stößt man früher oder später auf James N. Freys Wie man einen verdammt guten Roman schreibt. Ich habe mir das Buch im zarten Alter von 16 Jahren zu Weihnachten gewünscht und, dank verständnisvoller Eltern, auch bekommen. Damals hatte ich noch absolut keine Ahnung vom Schreiben und das Buch gab mir einen ersten, sehr lehrreichen Einblick in das, was das Schreibhandwerk eigentlich ausmacht. Ausprobiert habe ich damals alles, aber bei der Hälfte der Vorgaben („Erstellen Sie einen kompletten Lebenslauf für ihre Charaktere!“) habe ich schnell bemerkt, dass es nicht zu meiner Arbeitsweise passt. Daher würde ich das Buch nur Leuten empfehlen, die wirklich noch nicht viel gemacht haben und die Basics erlernen und ausprobieren wollen.

Ein wenig spezieller aber absolut grandios ist Passionate Ink ein Schreibratgeber von Angela Knight, der sich mit dem erotischen und romantischen Schreiben befasst. Das Buch ist leider nur auf Englisch erhältlich, aber ich lege es jedem, der sich in irgendeiner Art mit dem romantischem Schreiben befasst oder befassen möchte, ans Herz. Das Buch wartet mit diversen Interviews, Beispielen und spannenden Themen auf, von Humor bis zum Pseudonym. Großartig!

Zum Schluß noch etwas, was vielen Autoren auch noch nach Jahren Probleme macht: Das Exposé. Zu dem Thema hat Hans Peter Roentgen einen sehr guten Ratgeber geschrieben, namens Drei Seiten für ein Exposé. Anhand vieler Beispiele aus unterschiedlichen Genre zeigt Roentgen sehr schön die Dos und Don’ts des Exposéschreibens. Als Bonbon stellt er auch Exposés bereits veröffentlichter Bücher vor und entlockt im Interview einigen namenhaften Agenten wertvolle Informationen.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s