12 Dinge über Autoren

Seanan McGuire, eine absolut brilliante Urban Fantasy Autorin (wer es noch nicht getan hat, sollte ihre Toby Daye Reihe lesen :)) hat eine wunderschöne Liste zum Thema „12 Dinge, die man über Autoren wissen sollte“ zusammengestellt. Das Original findet man hier: http://seanan-mcguire.livejournal.com/323570.html
Ich versuche mich mal an einer Übersetzung bzw. kurzen Zusammenfassung ins Deutsche 😉 (Merke: Das da nix meine Liste, das da von Seanan McGuire!)

12. Einen Autor, der gerade ein Buch veröffentlich hat bzw. kurz vor der Veröffentlichung seines Buches steht, zu fragen „Wann kommt denn das Nächste?“ ist, als würde man eine schwangere Frau im neunten Monat fragen „Wann kommt denn das Nächste?“ Nur, dass der Autor nicht im neunten Monat schwanger ist und dir daher höchstwahrscheinlich eine runterhauen wird.

11. Die meisten Autoren wissen nicht, wo ihre Ideen herkommen. Was nicht bedeutet, dass man sie nicht danach fragen könnte. Da wir es selbst nicht wissen, wird die Antwort aber meist eine Lüge sein.

10. Nein, der nette Autor, den du im Bus kennengelernt hast, wird dein Manuskript nicht lesen. Es tut mir leid. Aber der nette Zahnarzt den du im Bus kennengelernt hast, wird dir deine Zähne auch nicht umsonst saubermachen.

9. Ein Autor ist kurz vor der Deadline leicht neurotisch, leicht obsessiv, leicht hysterisch, leicht depressiv und leicht verrückt. Manchmal leidet er nur an einem dieser Symptome, manchmal an allen fünf. Anstupsen und rausfinden, was davon zutrifft, geschieht auf eigenes Risiko.

8. Die meisten Autoren schreiben in einem bestimmten Genre, weil sie es lieben. Einem Romance Autor zu sagen, er/sie sollte mal ein richtiges Buch schreiben ist ein sehr guter Weg um herauszufinden, wie schwer die Tasche oder Handtasche dieses Romance Autors wirklich ist.

7. I would do anything for love, but I won’t do that. (Schönes Lied 😉 Anmerkung Keri) Ich würde alles für Liebe tun, nur das nicht. Allerdings würde ich das zur Recherche tun, denn Recherche ist absetzbar.

6. Autoren, die sagen „Ich bleibe Freitag Abend zu Hause um zu schreiben“ meinen damit nicht „Ich bin einsam, bitte rette mich vor mir selbst.“ Sie meinen damit „Ich bleibe Freitag Abend zu Hause um zu schreiben“. Das gilt umso mehr für Autoren mit einem Vollzeitjob.

5. Jeder, der sagt Schreiben ist keine Arbeit, sollte eine 300-Seiten Manuskript in unter einem Monat überarbeiten. Oh, und es muss danach besser sein als vorher. Wenn du das geschafft hast, kannst du über das Schreiben sagen, was du willst.

4. Autoren tendieren dazu sehr vorsichtig mit ihren Finanzen umzugehen, weil es für sie keine Garantie gibt, wann genau der nächste Gehaltsscheck kommt. Das macht sie so gefährlich in Heimwerkermärkten o.ä.

3. Man sollte sich einem arbeitenden Autor nicht mit den Worten „Erfreut Sie kennenzulernen. Ich habe Ihr letztes Buch gelesen und es war scheisse“, vorstellen. Falls das doch passiert sollte man mit „Ebenfalls erfreut Sie kennenzulernen. Ich hoffe, sie haben eine gute Krankenversicherung“ als Antwort rechnen.

2. Alles könnte in einem Buch auftauchen. Alles. Ja, selbst das. Nein, wir versuchen nicht fies zu sein. So arbeitet unser Gehirn nun einmal.

1. Autoren schreiben, weil wir es müssen. So sind wir nun einmal gestrickt. Also bitte vergebt uns diese Freitag Abende, einverstanden?

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14 Kommentare zu “12 Dinge über Autoren

  1. So genial. Und so wahr. Mir gefällt diese Gewaltbereitschaft, die immer wieder betont wird. 😀

    Danke fürs finden und charmant übersetzen!

  2. Eine wirklich schöne Liste! 🙂
    Ich hab zwar noch nichts veröffentlicht (*buhuhuuheulschluchz* aber das nur nebenbei), aber trotzdem erkenne ich mich bei einigen der Punkte seeeehr gut wieder und den Rest kann ich mir auch ohne größere Schwierigkeiten vorstellen. ;D

  3. Oh, aber ich hab im Januar zwei Neuerscheinungen gehabt und jetzt im Februar die dritte. Waren wohl literaturgeschichtlich betrachtet die unterschiedlichsten Drillinge aller Zeiten, die noch dazu elend lange brauchten, bis sie mal alle raus waren. (ähem.)

    Hihi!

  4. Eine wirklich genial die Liste! Ich musste bei vielen Punkten nicken – ob das nun gut oder schlecht ist, darüber denke ich später nach.
    Und danke für die tolle Übersetzung, Keri!

  5. Sehr wahr. Ich muss wohl etwas an meiner Gewaltbereitschaft arbeiten, ich lass mich zu leicht niederdrücken. Na da hab ich doch ein Ziel gefunden.

  6. Punkt fünf. Oh ja, Punkt fünf. Hätte nie gedacht, daß es dermaßen schwer werden würde… Danke fürs Übersetzen! Nicht, daß ich das Original nicht verstanden hätte, aber ich wäre wohl nie darüber gestolpert.

    • Das war der Hintergedanke – ich weiss ja nie, wer wieviel Englisch kann und wer es beherrscht sollte unbedingt Seanans Blog stalken, die hat noch mehr so schöner Listen 😉

  7. 😀 Ich habe sehr und herzlich gelacht, da sind einige Dinge dabei, die wie die Faust aufs Auge passen. Punkt elf ist genau so spannend, wie auch gruselig. Wo kommt das Zeug nur her?
    Sehr gelungen! 🙂

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