Slam, Bam – ach nein, lieber nicht

Letzten Samstag hatte ich die Ehre im Rahmen der „Art and Poetry“ Veranstaltung lesen zu dürfen (weitere Infos siehe letzter Post *hinthint* ;)) und was ich daran so spannend fand, war die Tatsache, dass meine Lesekollegen sich sehr unterschiedlich vor den Zuhörern vorgestellt haben. Wir hatten eine Lyrikerin, einen Slammern und einen, naja, Grasi 😉 Ich habe mich, relativ langweilig, als Autorin vorgestellt, und damit lag ich gar nicht so falsch.
In meiner Zeit bei den Wuppertaler Wortpiraten hatte ich oftmals Gelegenheit tolle Slamtexte und Slammer sehen und hören zu können. Slammen macht Spaß, aber für mich ist es doch eine ganz andere Welt. Slammer sind nicht automatisch Autoren und Autoren auf keinen Fall automatisch Slammer!
Auch wenn beide Disziplinen sich um fiktive Texte drehen (okay, Bild Artikel tun das auch), sind sie doch sehr verschieden. Ein Slammer überlegt, wie er seinen Text am besten vortragen kann, es geht um Performance, das Publikum und das ewige Damoklesschwert des 5-Minuten-Zeitlimits.
Ein Autor blendet den Gedanken an eine Hörerschaft vollkommen aus, er schreibt mit der Vorstellung von Figuren, Charakteren und dem Wunsch, sich im Kopf des Lesers ausbreiten und entfalten zu können.
Die einen schreiben auf der Bühne, die anderen im eigenen Raum.

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