Es gibt keine schlechte Werbung? Von wegen!
22 Jan 2012 2 Kommentare
in Uncategorized Schlagworte: Kritik, Rezension
Es haben schon eine Menge meiner Kollegen darüber gebloggt, gefacebooked oder getweetet, aber ein bisschen Senf muss ich jetzt auch mal zur Rezensenten-Anpöbel Diskussion beitragen. Wer noch nicht mitbekommen hat, worum es geht, dem empfehle ich den zusammenfassenden Blogeintrag des Kollegen Tom Orgel: Vom Umgang mit Kritik oder den Beitrag von Lesekreis: Das wird teuer, Lady!
Es wird immer noch gerätselt ob besagter Herr Asht und der Roder Verlag mit dieser Aktion nur einen großen Marketing Gag ausspielen wollten, oder es tatsächlich ernst meinen. Angesichts des Blogs dieses Mannes, in dem er behauptet, viele Autoren erkaufen sich ihre Rezensionen (hallo? Ich kann kaum die Miete bezahlen!), und wer schlechte Rezensionen zu seinen Büchern verfasst, sei ohnehin nicht qualifiziert und nur neidisch weil er/sie nicht beim Roder Verlag angenommen wurde, bin ich wirklich geneigt zu glauben – der meint das ernst.
Und DAS erschreckt mich wirklich! Dieser Mann scheint wirklich zu glauben, dass da draussen eine groß angelegte Kampagne gegen ihn im Gange ist, initiiert von einer Rezensentin, die angeblich von seinem Verlag abgelehnt worden ist.
Genau: Rezensenten und ihre Blogs bringen uns Autoren nämlich ins Grab. Und deswegen müssen wir sie auch bestechen, ihnen schmeicheln und sie sonstwie günstig stimmen! Der Beweis? Herr Asht hat selbst verlauten lassen, dass er viel Zuspruch von anderen Autoren bekommen hat, die angeblich die Nase voll davon haben, Geschenke und Geld an “kriminelle” Rezensenten zu bezahlen, nur damit sie eine gute Kritik bekommen.
Im Ernst, schlechte Kritiken bekommt keiner gern und als Autor tut es weh, wenn man lesen muss, dass der Rezensent das eigene Buch nicht einmal beendet hat. ABER – das ist das Risiko wenn man veröffentlicht! Wir Autoren sind ein eitler Haufen, und das muss man auch einfach sein, wenn man seine Geschichte der Öffentlichkeit zugänglich machen will. Aber dann muss man einfach wissen, dass es dort draussen auch Menschen gibt, die mit unserer Geschichte nichts anfangen können. Die sie nicht mögen oder sogar sch… finden. DAS IST EINFACH SO! Da muss man dann einfach durch.
Angeblich verkauft sich sein Buch nun wie geschnitten Brot. Ich persönlich möchte kein Buch dieses Herrn lesen. Und auch keines aus dem Roder Verlag.
Sopa/Pipa und was das für uns heisst
19 Jan 2012 Hinterlasse einen Kommentar
in Uncategorized Schlagworte: Schreiben, SOPA
Jeder, der gestern im Internet seinen liebsten Webcomic/Wikipedia/sonstige Homepage in Sachen Spaß, Musik und Lebensqualität aufrufen wollte, fand meist eine schwarze Seite oder rote SOPA (Stop Online Piracy Act) Schilder vor. Damit sollte ein Zeichen gegen den Gesetzentwurf gegen Internet Piraterie gesetzt werden. Weitere Infos dazu HIER
Das Thema wurde schon oft und viel diskutiert und es gibt Befürworter, ebenso wie Gegner. Ich persönlich bin der Meinung (nur meine Meinung, reine Subjektivität!!!), dass das SOPA Gesetz ein hinrloser Rundumschlag ist, der im Endeffekt nur Firmen in die Tasche spielt.
Nicht dass wir uns hier falsch verstehen – ich bin kein Freund davon, sich wild aus dem Internet zu bedienen, einfach, weil ich als Autorin zu oft gesehen habe, dass man sich die eBook Versionen meiner Bücher kostenlos in irgendwelchen Foren runterladen konnte. Ich sitze an einem Buch zwischen 3 und 6 Monate, und es tut schon weh, wenn diese Arbeit dann einfach nicht genug respektiert wird und Leute sie einfach, ohne über die Konsequenzen für den Autor nachzudenken, zum Download ins Netz stellt.
Aber ein Gesetz wie SOPA setzt nicht an dieser Stelle an. Es werden hunderte von Webseiten in Mitleidenschaft gezogen, viele davon kreative Arbeiten von Menschen, die sich als Künstler, Musiker, Autoren o.ä. zeigen wollen. Würde SOPA in Amerika durchgesetzt, würde mir sehr viel Input aus dem Netz verloren gehen, und es würde immer noch Seitenbetreiber geben, die meine Bücher als Raubkopie ins Netz stellen. Damit ist mir absolut nicht geholfen.
Hoffen wir also einfach, dass im Senat richtig entschieden wird und Deutschland so einen Irrsinn nicht ins Auge fasst (angesprochen wurde es ja schon mehrmals…)